Kinderförderprojekt "El Izote" El Salvador
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Herzlich willkommen!

Mit dem Proyecto „El Izote“ in El Salvador unterstützt unser Förderverein die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in einem der gefährlichsten Länder dieser Welt.

Auf diesen Seiten wollen wir Ihnen das Projekt vorstellen, Sie über aktuelle Entwicklungen informieren, aber auch um Ihre Unterstützung werben.

Und wir möchten unseren – vielfach sehr großzügigen - Spendern danken.

Ihre Gelder kommen vollständig dem Projekt zugute, da wir als Vorstand ehrenamtlich arbeiten und auch sonst nur minimale Aufwendungen durch Transaktionskosten haben.

 

Seit Mai 2016 hat das Projekt in der Stadt Mejicanos im nördlichen Teil des Großraums der Hauptstadt San Salvador einen neuen Standort gefunden.

Die Zielsetzung und das pädagogische Konzept sind dabei die Gleichen wie zuvor im Stadtteil Iberia.

Dort war eine Arbeit durch massivste Bedrohungen der Maras, das sind die in El Salvador sehr verbreiteten brutalen und hochkriminellen Banden, unmöglich geworden.

 

Das Projekt richtet sich vor- und nachmittags an Kinder und Jugendliche aus den Armenvierteln. 

Wichtig ist der Leiterin Isabel De Paz und uns, dass das Projekt Kindern mit Behinderung offensteht, die anderswo keine oder kaum Betreuung erhalten.

Wichtig ist auch, dass das Projekt vom Bürgermeister und der Stadtverwaltung unterstützt wird.

 

Die Verwaltung des Stadtviertels Montreal stellt die Infrastruktur (Haus, Nebenkosten, Handwerker und Sicherheitspersonal) zur Verfügung.

Die pädagogische Arbeit (und die Entscheidungen darüber) liegen in der Hand von Isabel De Paz und ihren Kolleginnen.

Die Bezahlung der Betreuerinnen sowie die Kosten für Materialien und gegebenenfalls die Erweiterung/Verbesserung der Ausstattung tragen wir, der Förderverein El Izote in Deutschland.

 

Das Gebäude, in dem die Kinder jetzt betreut werden, ist groß und sauber und in einem ordentlichen Zustand. Reparaturen/Umbauten, die für die tägliche Arbeit mit den Kindern notwendig sind, können anders als in Iberia erfolgen, wo die Casa Comunal auch für andere Zwecke genutzt wurde.

 

Auf dieser Seite wollen wir Sie jeweils über die aktuellen Entwicklungen im Projekt El Izote informieren.

Der Vorstand

Kinderförderprojekt El Izote El Salvador


 

  • Das Projekt im September – Nachmittagsgäste, 5 Schwestern, Stärkung und Förderung

 

Seit kurzem kommen in das Projekt auch etwas ältere Kinder nur für den Nachmittag. Sie gehen morgens zur Schule und verbringen den Nachmittag dann im Projekt, um dort in Ruhe und ggf. mit etwas Unterstützung für die Schule arbeiten zu können.

Für die morgendliche Betreuung sind im September 5 neue Kinder gekommen. Gleichzeitig sind 5 Mädchen gegangen sind. Ihrer Familie wurde Land gegeben im Süden von San Salvador. Für die 5 Schwestern war das Projekt eine Stütze, da sie in keine Schule gegangen sind. Die Betreuerinnen sind sehr traurig, dass die Mädchen das Projekt verlassen haben. Denn sie sind sicher, dass sie an anderer Stelle keinen Unterricht erhalten werden.
 

Die 5 Schwestern sind ein Beispiel für viele Kinder, die nicht an Schulunterricht teilnehmen. Denn zum Projekt kommen immer wieder Kinder, die dabei sein möchten, weil die Schulen sie nicht haben wollen. Grund ist, dass sie aufgrund einer Behinderung schlecht lernen oder Lernschwierigkeiten haben.

 

Die Arbeit im September stand unter dem Hauptmotto, in den Kindern spielerisch und kreativ das Wissen über ihre Rechte und Pflichten zu stärken, damit sie sich besser verteidigen können. Parallel wird die Arbeit von weiteren spezifischen Zielen bestimmt: Die Kinder sollten die Fähigkeit entwickeln, Schwierigkeiten zu überwinden. Außerdem sollen sie das Land kennenlernen, in dem sie leben und erfahren, was sie dazu beitragen können, damit ein besseres Land entsteht. Wichtig ist dem Betreuerteam zudem die Förderung der Gemeinschaft.

  • Juli-Infos aus Mejicanos - zwei Einzelschicksale

Heute berichte ich von zwei Einzelschicksalen.

- Das Mädchen N.: Sie ist ein sehr trauriges Mädchen; wir haben schon oft mit der Mutter gesprochen, dass sie sie jeden Tag schicken soll, was sie nicht macht. Das Mädchen kommt nur, wenn die Großmutter zu Hause ist, ungefähr 2x in der Woche. Sie wird sehr schlecht von der Familie behandelt, sie sagt, dass sie glücklich ist, wenn sie bei uns ist; dann hat sie auch keine Halsschmerzen mehr; immer wenn sie traurig ist hat sie große Schmerzen.

- 5 Schwestern, die Kinder eines Ex-Schülers aus Iberia: Sie leben seit vielen Jahren hier; jetzt haben wir sie getroffen und die Töchter aufgenommen. Die Familie ist sehr arm, die Kinder haben immer großen Hunger und sind nie zur Schule gegangen. Von Anfang an fragen sie, ob wir für sie etwas zu essen haben.

Mit unserer Arbeit sind wir sehr zufrieden, der Platz ist viel besser; wir haben den Eindruck, dass die Armut hier noch größer ist (als in Iberia), die Kinder haben mehr Probleme, sind schlecht erzogen und gewalttätig; wir hoffen, dass wir sie unterstützen können, glücklicher zu werden und auch besser zu lernen.

Isabel DePaz, 19.07.2016

 

  • Bericht Juni 2016 - das Unmögliche ist möglich geworden - vielen Dank

Liebe Freundinnen und Freunde der Ernst-Reuter-Schule II und der Kirchengemeinde St. Aureus und Justina

Ich schicke Ihnen auf diesem Wege einen geschwisterlichen Gruß, verbunden mit der Hoffnung, dass alle Ihre Tätigkeiten mit Gottes Segen gelingen mögen.

Ich möchte Sie darüber informieren, dass wir in dem Bezirk Montreal arbeiten, in einem Viertel, das von einer der schlimmsten Gangs unseres Landes beherrscht wird, die Kinder in extremer Armut leben, viel schlimmer als in Iberia.

Unser Projekt erfährt eine große Zustimmung, besonders am Nachmittag; den Kindern fehlt es an Zuneigung, es gibt große Konflikte innerhalb der Familien und mit den Nachbarn.

Eines unserer wichtigsten Ziele ist, ihnen zu helfen, ihr Leben im Hier und Jetzt zu verbessern, damit sie Hoffnung schöpfen auf ein besseres Leben.

Wir haben große Hoffnung, dass wir von der örtlichen Regierung unterstützt werden; wir sind ständig am organisieren, aber uns fuehlen noch so viele Dinge; wir hoffen, in dieser Woche das Haus anstreichen zu können; der Bürgermeister wird uns die Farbe geben und wir werden es streichen.

Wir möchten euch sagen, dass wir hoffnungsfroh sind; es ist keine leichte Arbeit, es gibt viele Spannungen im Viertel. Die Polizei dringt in Wohnungen ein, man hört Schüsse; wir müssen die Grenzen der Banden überqueren und das macht Angst.

Vielen Dank, dass Sie das Unmögliche möglich gemacht haben, dass wir weiter arbeiten können. In meinem Namen, im Namen meiner Kolleginnen und den Familien möchte ich Danke sagen und wünsche Gottes Segen.

 Planung für den Juni

Ziele

· Kennenlernen des Körpers

· Die Kinder erfahren, dass sie Teil der Gemeinschaft sind (Vereinbarungen) und nehmen ihre Verpflichtungen wahr

· Dass das Kind mit der Hilfe der Erzieherinnen und der Familie die inneren und äußeren Körperteile und ihre Funktionen kennt.

· Körperpflege

· Die 5 Sinne

· Schulung der Grob-und Feinmotorik, gerade und unterbrochene Linien, Wellen, Formen wie Kreise, Quadrate, Dreiecke und Rechtecke

· freundschaftlichen Beziehungen zwischen Jungen und Mädchen stärken

· eine Sprache des Friedens einführen

· die von den Kindern benutzte Sprache ändern

 

Im Morgenkreis und bei der Schlussrunde üben wir das Gespräch mit einander, wir vermitteln Werte, stärken das Selbstbewusstsein, besprechen Regeln, die das Essen, das Gespräch und die Gesundheit betreffen; wir beginnen und enden jeweils mit einem Gebet.

 

 

 

  • Bericht Mai 2016 - die ersten Tage am neuen Standort

Liebe Freundinnen und Freunde und Unterstützer in der ERS II und der Kirchengemeinde St. Aureus und Justina

Von unserer Seite einen herzlichen Gruß, wie immer verbunden mit großer Dankbarkeit für die erhaltene Liebe, Unterstützung und Geduld. Dies ist der erste Brief einer monatlichen Berichterstattung.

Wir arbeiten bereits seit 2 Wochen mit den Kindern und haben folgende Gruppengrößen:

16 am Vormittag und 18 am Nachmittag.

4-Jährige: 3 Kinder

5-Jährige: 2 Kinder

6-Jährige: 4 Kinder

7-Jährige: 3 Kinder

8-Jährige: 5

9-Jährige: 5

10-Jährige: 5

12-Jährige: 4

13-Jährige: 3

Das Haus, in dem wir sind, ist groß, sauber, sicher, mit einem Garten, den wir gestalten können. Wir können Samen aussähen, die uns der Direktor gegeben hat und wir können Gartenarbeit machen. Wir haben einen großen Mangobaum und einen Myrtebaum

Unsere Arbeitszeiten sind von 7h bis 16h. Wir haben eine Vormittagseinheit (8-12h). die Nachmittagseinheit ist von 12:45h-16h, von Montag bis Freitag.

Insgesamt sind das 9 Stunden von 45 Min. täglich, mit einer Pause von 45 Min, die wir benutzen, um Erfrischungsgetränke zu machen.

Was den Vertrag angeht, so ist er noch nicht unterzeichnet, aber das Regierungsministerium hat gesagt, wir könnten bereits arbeiten und der Vertrag sei in Arbeit. Anfangs sagte man uns, dass der Verfahrensweg sehr lang sein würde, wenn wir mit den kleinen Kindern arbeiten, so riet der Bürgermeister uns, dies nicht zu tun.

Wir haben jetzt nur ein Dreijähriges mit akuten Gesundheitsproblemen: hyperaktiv, Hasenscharte und seltsame Verformungen im Gesicht.

 

Personal:

Miriam, Claudia und ich arbeiten hier; wir haben keine Köchin; sie kam nicht mit, weil sie nicht in Montreal arbeiten wollte.

 

Die Situation in Mejicanos:

Kritisch, chaotisch und gefährlich für diejenigen, die in Banden sind oder für die, die diese Gemeinschaften verlassen wollen, für uns nicht; in der Gemeinde Montreal sind die Kinder isoliert, diskriminiert, ihre Eltern in großer Zahl im Gefängnis, verkaufen auf dem Markt in Mejicanos, sie sind aktive Bandenmitglieder. Die Kinder wohnen in kleinen Häusern mit vielen Personen.

 

Verpflegung:

Wir arbeiten in zwei Schichten und deshalb geben wir weder Frühstück noch Mittagessen aus;

Wir verlangen auch kein Geld und den Zuschuss (meine Interpretation) fürs Essen können wir uns nicht leisten.

 

Beziehung /Kontakte zu den Eltern oder Familien

Wenn die Kleinsten angemeldet werden, dann können wir mit den Eltern reden; aus Sicherheitsgründen fragen wir nicht zu viel; die wichtigsten Informationen erhalten wir von den Kindern selbst.

Einige Eltern kommen, um ihre Kinder anzumelden, aber andere Kinder melden sich selbst an und sagen, ihre Eltern arbeiten.

Es gibt ein Mädchen; sie erzählte, der Vater sei im Gefängnis und hat den Tod der Mutter angeordnet, weil die Mutter einen neuen Liebhaber hat; das Mädchen lebt bei Verwandten, die sie sehr ziemlich vernachlässigen, was man an der schlechten Kleidung sehen kann. Es ist das leidenschaftlichste Kind der Gruppe.

Im Moment können wir die Häuser der Familien nicht besuchen, wir hoffen, dass die Familien uns kennen lernen und unserer Arbeit vertrauen.

 

Die Beziehung zum Bürgermeister

Der Bürgermeister hat zwei Personen bestimmt, die für uns zuständig sind; es gibt einen guten Kontakt und sie sind uns bei allem eine große Hilfe.

 

Vergleiche mit Iberia

·        DIE GEMEINDE KANNTE UNS

·        WIR ARBEITETEN WIE EINE VORSCHULE

·        SIE KOOPERIEREN

·        SIE UNTERSTÜTZTEN NUR Kleinkinder

·        SIE GABEN UNS LEBENMITTEL

·        DER ORT IST VIEL SAUBERER

·        DER ORT IST PRIVATGELÄNDE; NIEMAND KANN OHNE ERLAUBNIS EINTRETEN

·        DER NACHMITTAG IST WIE IM FREIEN PROJEKT; WIE IM „AQUARIO“ IN DER „ DE ABRIL“

·        WIR HABEN DIE UNTERSTÜTZUNG DES BÜRGERMEISTERS

·        WIR HABEN EIN RECEICLING PROJEKT ANGEFANGEN; UM IM DEZEMBER VERKAUFEN ZU KÖNNEN; WIR HABEN EINEN ZUSÄTZLICHEN RAUM FÜR MATERIAL

·        WIR HABEN VIEL MEHR PLATZ FÜR UNSERE ARBEIT

Wir sind noch immer sehr traurig, nicht mehr in Iberia zu sein, aber wir versuchen ein Treffen mit den Kindern von Iberia alle zwei Monate zu organisieren, um den Kontakt mit ihnen aufrecht zu erhalten.

 

Berichte über einige Kinder

Franklin Antoni 9 Jahre alt; er lebt mit seiner Mutter, dem Stiefvater, dem Onkel und der Familie des Onkels; seine Mutter arbeitet in einer Nähfabrik (Ausbeuterbetrieb); sein Stiefvater arbeitet nicht, er ist 70 Jahre alt und unterstützt die Arbeit am Nachmittag; sein Onkel ist in einer Gruppe mit schwierigen Jugendlichen; deshalb kann Franklin die comunidad nicht verlassen, nicht in den Park zum Spielen gehen und ist sehr glücklich, die Nachmittage im Projekt zu verbringen.

Katerine, 6 Jahre alt, lernt am Nachmittag, lebt mit ihren Eltern, Schwester, Tante, Onkel und zwei Cousins. Sie hat eine Schlafstörung, manchmal kann sie vor drei/vier Uhr morgens nicht einschlafen. Seit sie im Projekt ist, normalisiert sich ihr Schlafverhalten.

Fernando Jose, 9 Jahre alt, seine Mutter verkauft Zeitungen, weiß nicht, was sein Vater arbeitet, ist im 5. Schuljahr; in seinem Haus leben zwei Familien,; er ist ganz wild darauf, mit Kindern von der ERS II in Kontakt zu kommen.

Merary, 10 Jahre alt, im 3. Schuljahr, sie lebt zusammen mit einer Tante, dem Onkel, zwei Cousins; sie hat drei Brüder, die aber an anderen Orten wohnen. Ihre Mutter wurde auf Befehl des Vaters umgebracht. Sie ist das ungepflegteste Mädchen, mit Kleidung, die ihr absolut nicht passen. Sie ist glücklich, im Projekt zu sein und sagt, dass sie das Gefühl hat, dass ihre Mama im Himmel ist.

Es sind andere Kinder, aber die Probleme sind die gleichen wie in Iberia:

·        Enge Wohnverhältnisse

·        Armut

·        Missbrauch

·        Traurigkeit

·        Hoffnungslosigkeit

·        Lernschwierigkeiten

·        Verhaltensauffälligkeiten

·        Keine Rückzugsmöglichkeiten (unter anderem)

 

Liebe Freundinnen und Freunde, eure Arbeit und Unterstützung macht es möglich, diesen Kindern zu helfen; wir wissen , dass wir sehr schwierige Monate hinter uns haben und ihr habt das mit uns ausgehalten und abgewartet, was passieren wird.

Wir haben diese schwere Hürde bezwungen, was nicht leicht für uns war, aber dank eurer Hilfe haben wir sie gemeistert.

Ich werde jetzt monatlich einen Bericht an euch mit diesen oder ähnlichen Punkten schicken, damit ihr euch ein Bild machen könnt, was wir mit eurem Geld machen.

Wir bitten euch um Vertrauen in unsere Arbeit und um weitere Unterstützung für den schwierigen Weg der Kinder unserer Viertel.

Gerne beantworten wir alle Frage und sind dankbar für Anregungen.

Vielen Dank für eure Liebe und Unterstützung

Isabel Depaz, Leiterin

 

 

  •  März 2016 - Neue Hilfe, neue Hoffnung, neuer Standort

So groß unsere Bestürzung und Besorgnis war, als unser Betreuerinnen-Team Hals über Kopf und verbunden mit Todesdrohungen den Projekt-Standort im Stadtteil Iberia verlassen musste, so sehr haben wir jetzt neue Hoffnung geschöpft. Ein anderer Ort, bessere Räumlichkeiten und vor allem deutliche Rückendeckung durch die örtliche Verwaltung.

Das Proyecto „El Izote“ soll ab April 2016 in der Stadt Mejicanos und dort in der Colonia Montreal ein neues Domizil finden. Mejicanos liegt im nördlichen Teil des Großraums von San Salvador und hat ca. 212.000 Einwohner.

Hier wird das Projekt vom Bürgermeister und der Stadtverwaltung unterstützt. Er und sein Team stellen die Infrastruktur (Haus, Nebenkosten, Handwerker, Transport bei einem Ausflug 3x im Jahr und Sicherheitspersonal) zur Verfügung. Die pädagogische Arbeit (und die Entscheidungen darüber) liegen in der Hand von Projektleiterin Isabel De Paz und ihren Kolleginnen. Zwischen dem Trägerverein des Projekts in El Salvador mit Projektleiterin Isabel De Paz und dem Bürgermeister / der Stadtverwaltung wird für die Dauer von 2 Jahren ein Kooperationsvertrag unterschrieben. Die Bezahlung der Betreuerinnen sowie die Kosten für Materialien und gegebenenfalls die Erweiterung/Verbesserung der Ausstattung tragen, wie bisher auch,  wir, der Förderverein El Izote in Deutschland.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           

Das Gebäude, in dem die Kinder künftig betreut werden, ist groß und sauber und in einem ordentlichen Zustand. Reparaturen/Umbauten, die für die tägliche Arbeit mit den Kindern notwendig sind, können erfolgen - anders als in Iberia, wo die Casa Comunal auch für andere Zwecke genutzt wurde. Positiv ist auch, dass das alte Mobiliar aus Iberia, das mit Spendengeldern gekauft wurde, sichergestellt werden konnte und nun mit ins neue Haus einzieht.

 

Auch wenn der Ort neu sein wird, am pädagogischen Konzept ändert sich nichts. Das Projekt richtet sich weiterhin vormittags (von 8-12 Uhr) an Kinder im Alter von 4-7 Jahre und am Nachmittag (von 13-15 Uhr) an Kinder zwischen 8 und 12 Jahre. Wichtig ist Isabel De Paz und uns, dass das Projekt ausdrücklich und speziell auch Kindern mit Behinderung offensteht, die anderswo keine oder kaum Betreuung erhalten.

Die Rathausverwaltung wird für das Projekt im Stadtteil Montreal werben, aber, und das ist aus unserer Sicht sehr wichtig, Isabel De Paz kümmert sich wie bisher mit ihren Kolleginnen um das Aufnahme-Prozedere und die pädagogischen Entscheidungen liegen bei dem Projektteam, und nicht bei der Stadtverwaltung.

Alle Beteiligten hoffen, dass sich aus dem Kreis der Eltern oder aus dem Viertel freiwillige Helfer (Erwachsene) finden, die bei (Brett-)Spielen, Sport oder anderen Aktivitäten mit dabei sind.

Das plötzliche Ende und der Rauswurf aus Iberia haben  Isabel und Ihre Kolleginnen sehr hart getroffen, wegen der Kinder und ihrer Eltern, die jetzt ohne Betreuung dastehen, aber auch wegen des Verlustes ihrer Arbeitsplätze.

Deshalb sind Frau De Paz und ihr Team sehr froh und zufrieden über die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Mejicanos, die gut angelaufen ist. Zudem fühlen sie sich deutlich sicherer.

Sie hoffen auf eine Fortsetzung der Unterstützung aus Deutschland und bedanken sich dafür sehr herzlich.

 

Weitere zurückliegende Berichte finden Sie in der Rubrik "Unser Archiv" im Untermenü "Monatsinfos Projekt".